Die Geschichte der Osteopathie

Erkannt und benannt wurde die Osteopathie von Dr. Andrew Taylor Still, einem Arzt in den USA, bereits im Jahr 1874. Dr. Still reagierte damit auf den Mangel an Kenntnissen in der damaligen Medizin, als er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hilflos zusehen musste, wie seine Frau und seine Kinder an zu dieser Zeit noch unerklärlichen Krankheiten starben. Er begann daraufhin seine Studien an Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen, um die Leiden seiner Patienten lindern zu können.

Gesundung durch Selbstheilung von innen

Die Geschichte der Osteopathie, Informationen von Martina Merländer.Nach langem Studium der Anatomie war Dr. Still zu der festen Überzeugung gelangt, dass der Mensch selbst alle Möglichkeiten der Gesundung von Geburt an bereits in sich trägt. Die Vorraussetzung für eine Gesundung war seiner Einschätzung nach eine gute Beweglichkeit und Dynamik in allen Bereichen des menschlichen Körpers. Eine besondere Stellung gab er dabei der Versorgung und Entsorgung im Gewebe durch Blut und Lymphflüssigkeit, bei einer gleichzeitig gut funktionierenden Versorgung des Nervensystems. Seine Untersuchungen und Behandlungen hatten zum Ziel, nur mit den Händen etwaige Bewegungseinschränkungen im Gewebe zu erfühlen und zu ertasten (palpieren), um sie sanft aufzulösen und danach den Körper mit der zurück erlangten inneren Beweglichkeit sich bei der eigenen Heilung selbst zu überlassen.

Sein überlieferter Leitsatz lautet: „Find it, fix it, leave it.“

Diese bis dahin völlig neue Sichtweise bei der medizinischen Behandlung von Patienten stellte er als eine neue Form der Humanmedizin der Öffentlichkeit vor und nannte sie Osteopathie. Dr. Still begründete im Jahr 1892 die erste „American School of Osteopathy“ in der Stadt Kirksville / Missouri (USA). In späteren Jahren wurde seine Denkweise von seinen beiden Schülern und den Pionieren der heutigen Osteopathie William Garner Sutherland (1873-1954) und John Martin Littlejohn (1865-1947) übernommen und stetig fortgeführt.

Die Osteopathie entwickelt sich seither kontinuierlich und mit vielen Differenzierungen in spezielle Teilbereiche weiter. Das sind die parietale (auch strukturelle Osteopathie genannt), die viszerale, die craniosacrale und die biodynamische Osteopathie. Sie wird heutzutage nicht nur in den USA und in Europa, sondern in ganz vielen Regionen der Welt praktiziert und intensiv gelehrt. Seit einigen Jahren arbeitet man in der modernen Osteopathie zudem daran, Dr. Stills Gedanken, „Struktur und Funktion bedingen einander“, mit den Erkenntnissen der Schulmedizin und der wissenschaftlichen Erforschung der faszialen Zusammenhänge eng zu verknüpfen.

Wissenswertes zum Prinzip der Osteopathie finden Sie auf meiner Website hier: Das Prinzip der Osteopathie. Und zur ganzheitlichen Behandlung mit Osteopathie an dieser Stelle: Behandlung mit Osteopathie.

Oder haben Sie Interesse, mehr über die interessante Geschichte der Osteopathie zu erfahren? Dann schauen Sie ganz einfach hier:  Verband der Osteopathen Deutschland e.V.. Weitere Informationen zu Dr. Andrew Taylor Still und zur Osteopathie finden Sie darüber hinaus auch bei Wikipedia: Wikipedia – Osteopathie.

Ihre Martina Merländer

Praxis ChiSaNatura Berlin

Naturheilkunde & Osteopathie in Berlin Charlottenburg.