Höchstleistung weit über die Schmerzgrenze hinaus.

Musiker und Sänger sind ohne Zweifel mit Athleten im olympischen Hochleistungssport gleichzusetzen. In ihrer Berufsausübung sind sie jahrelang extremen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Ihre musikalische, körperliche und geistige Leistung wird exakt auf den Punkt abgefragt, ist nicht wiederholbar und vielfach auch nicht durch Improvisation zu retten. Gerade bei Berufsmusikern und Sängern steigern daneben besondere Charaktereigenschaften – wie Perfektion und steter Leistungswille – die Gefahr eines Teufelskreises aus permanenter körperlicher Überlastung und dem Ignorieren erster innerer Frühwarnsignale.

Aus meiner langen Praxiserfahrung im Bereich der Musikermedizin und Musikergesundheit heraus kann ich feststellen, dass die berufsbedingten Beschwerden und Erkrankungen oft schon im dritten oder vierten Lebensjahrzehnt beginnen. Bei vielen Musikern betreffen sie in erster Linie das Bewegungssystem. Besonders häufig treten hier Nervenreizungen, sowie Überlastungs- und vorzeitige Verschleißerscheinungen an Muskeln, Sehnen und Gelenken, vorwiegend im Bereich der Lendenwirbelsäule, der Halswirbelsäule, der Arme, Hände und Finger auf.

Bei Bläsern und Geigern kann es darüber hinaus zu Problemen im Bereich der Kiefergelenke und letztlich zu einer craniomandibulären Dysfunktion kommen. Bei Sängern sind überwiegend der gesamte Stimmapparat, das Zwerchfell und ebenfalls die Kiefergelenke betroffen. Ein für Musiker und Sänger folgenschweres und den Beruf bedrohendes Symptom sind bewußt nicht nachvollziehbare und selbst nicht beeinflussbare, meist lang andauernde Muskelkontraktionen – die verschiedenen Formen der Fokalen Dystonie.

Der Körper als Bühne der Gefühle

Zusätzlich mündet der vermeintlich positive Effekt erhöhter Leistungsfähigkeit und absoluter Konzentration bei nicht wenigen in negative Begleiterscheinungen, die ein Brillieren oder Bestehen in der besonderen Situation auf der Bühne gefährden oder sogar völlig zunichte machen. Es kommt ergänzend zu den körperlichen Beschwerden zu akuten Anspannungen und “Lampenfieber” vor Proben oder Konzerten; im weiteren Verlauf zur ausgeprägten Auftrittsangst und damit zu verstärktem psychischen Druck, der noch zusätzliche Auswirkungen auf die bestehenden körperlichen Symptome haben kann. Bedingt durch diese Wechselwirkung entwickelt sich in vielen Fällen eine stete Abwärtsspirale, die von der betroffenen Person zumeist nicht mehr allein und ohne eine fachkundige Behandlung auflösbar ist.

Anmerkungen zur Alexander-Technik

Den vielfältigen berufsbedingten Beschwerden vorbeugend, hat sich in den letzten Jahren erfreulicherweise die Alexander-Technik in der Ausbildung von Musikern, Sängern und Tänzern an den Hochschulen und Universitäten etabliert. Diese in erster Linie präventive Maßnahme hat die gleiche Basis wie die Osteopathie. Sie versteht den Menschen als untrennbare Einheit aus Körper, Geist und Seele und geht wie die Osteopathie davon aus, dass der Mensch ein Organismus ist, in dem alle geistigen, seelischen und körperlichen Vorgänge untrennbar miteinander verbunden sind. Darauf basierend, entwickelte Frederick Matthias Alexander seine Technik der Selbstbeobachtung und innerer Umschulung eingefahrener Bewegungsmuster.

Ist der degenerative Prozess an Muskeln, Sehnen, Faszien und Gelenken jedoch zu weit fortgeschritten, sind die körperlichen Beschwerden zu stark, reichen die Übungen der Alexander-Technik als Selbsthilfemaßnahme meist nicht mehr aus, um die Schmerzen und Symptome zu lindern. Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Musikermedizin heraus ist hier eine manuelle Therapie als nächster Behandlungsschritt anzuraten. Auch an dieser Schnittstelle setze ich in meinem Praxisbereich Musikermedizin mit der speziellen Osteopathie für Musiker und Sängern an.

Musikermedizin in meiner Praxis in Berlin

In meinem Praxisbereich Musikermedizin und Musikergesundheit behandele ich als zertifizierte Osteopathin und Heilpraktikerin seit weit über zwanzig Jahren professionelle Musiker und Sänger auf Basis der Osteopathie. In die Behandlung beziehe ich die ergonomischen Gesichtspunkte und die ganz persönlichen, instrumentenspezifischen Belastungsfaktoren ein. Aus diagnostischen Gründen und um bestehende Störfelder und Verkrampfungen konkret aufzuspüren, untersuche und beurteile ich Musikerinnen und Musiker oft auch mit ihrem Instrument und der spielbedingten unterschiedlichen Haltungen ihres eigenen Körpers zu ihrem Instrument.

Gern können Sie für eine erste Behandlung mit ausführlicher Befundaufnahme einen Termin in meiner Praxis für Osteopathie und Musikermedizin in Berlin, Schwarzbacher Straße Ecke Kurfürstendamm vereinbaren. Falls vorhanden, bringen Sie bitte zu Ihrem ersten Termin Ihre Befunde bildgebender Untersuchungsverfahren (MRT, CT, Röntgen) mit, damit ich Einsicht nehmen und sie in die Anamnese aufnehmen kann.

Ich bin Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin e.V., DGFMM, im Verband der Osteopathen Deutschland, VOD und in der Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie, BAO.

Kosten für eine Behandlung

Die Kosten für eine Behandlung berechne ich nach dem Heilpraktikergebührenverzeichnis, abgekürzt GebüH. Eine Behandlung in meinem Fachgebiet Musikermedizin / Osteopathie für Musiker und Sänger dauert 60 Minuten und kostet Euro 100,00. Der erste Termin beinhaltet dabei auch eine ausführliche Befundaufnahme (Anamnese).

Kostenübernahme / anteilige Kostenerstattung der Krankenkassen

Die Behandlungen in meinem Bereich Musikermedizin basieren auf der Osteopathie und der Naturheilkunde. Sie sind Privatleistungen und können nicht über ein von Ihrem Arzt ausgestelltes, kassenärztliches Rezept abgerechnet werden.

  • Für gesetzlich Versicherte

Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich in stetig steigender Zahl mit einem unterschiedlich hohen Zuschuss an den Behandlungskosten für Osteopathie. Ich empfehle meinen Patienten, vor Behandlungsbeginn eine kurze Anfrage bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zur anteiligen Kostenübernahme zu stellen. Mit meiner Praxis erfülle ich alle Voraussetzungen, die für eine Kostenübernahme oder einen Zuschuss durch die gesetzlichen Krankenkassen nötig sind. Das ist zum Beispiel der Nachweis einer abgeschlossenen, qualifizierten Ausbildung in Osteopathie und die Zugehörigkeit zu einem osteopathischen Berufsverband.

  • Für privat Versicherte, Beihilfeberechtigte, sowie für Patienten mit privater Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenkasse

Alle privaten Krankenversicherungen, die Beihilfe und auch Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenversicherung tragen die Behandlungskosten für Osteopathie bei einem Heilpraktiker ganz oder teilweise, sofern im Versicherungsvertrag die Leistungen von Heilpraktikern oder Alternative Heilmethoden mitversichert sind. Um sicher zu gehen ist es daher ratsam, vor der Vereinbarung eines Behandlungstermins in Ihrem Versicherungsvertrag nachzuschauen, ob Ihre private Krankenversicherung oder Ihre private Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenversicherung die Behandlungskosten erstattet, oder alternativ sich an den Kosten mit einem Zuschuss beteiligt.

Unabhängig davon können Sie die Kosten für Behandlungen in meinem Fachgebiet Musikermedizin / Osteopathie für Musiker und Sänger natürlich auch auf eigene Rechnung selbst bezahlen. Bitte sprechen Sie mich in diesem Fall bei der Terminvereinbarung darauf an.

Terminabsagen

Vereinbarte Termine können in meiner Praxis bis 24 Stunden vorher (1 Werktag) kostenfrei abgesagt werden. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich bei späteren Absagen den Termin nicht mehr anderweitig vergeben kann und den Preis einer Behandlung in Rechnung stellen muss.

Musikermedizin bei Martina Merländer in der Praxis ChiSaNatura in Berlin Charlottenburg - Wilmersdorf.
Deutsche Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin e.V.
Martina Merländer in Berlin ist zertifiziert in Osteopathie und ausgebildete Heilpraktikerin.

Fragen? Terminwunsch? Rufen Sie uns an 030 / 3 01 57 72.