Das Prinzip der Osteopathie

Die Osteopathie geht davon aus, dass jedes Organ und jedes Teil des menschlichen Körpers zum Funktionieren ausreichend Bewegungsfreiheit braucht und setzt zum einen bei der Beweglichkeit des gesamten Körpers, zum anderen bei den Eigenbewegungen der Gewebe, der einzelnen Körperteile und Organsysteme, sowie deren innerem Zusammenspiel an.

Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, entstehen aus der Sichtweise der Osteopathie zuerst Spannungen im Gewebe und darauf folgend Funktionsstörungen. Die Summe dieser Fehlfunktionen kann der Organismus aus Sicht der Osteopathie nicht mehr kompensieren – es entstehen Beschwerden.

Beim Forschen nach den Ursachen der Beschwerden im menschlichen Körper stehen Strukturveränderungen und Funktionstörungen nebst daraus resultierenden Fehlfunktionen im Vordergrund, da die Struktur und die Funktion im Körper sich gegenseitig beeinflussen. Diese so genannte somatische Dysfunktion gilt es aufzuspüren und zu beheben. Die Osteopathie behandelt demzufolge keine Krankheiten im eigentlichen Sinne, sondern Bewegungsstörungen im weitesten Sinne.

Unser Organismus besteht aus unzähligen Strukturen, die alle direkt oder indirekt miteinander zusammenhängen. Den Zusammenhang stellen die Faszien her. Das sind dünne Bindegewebshüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam eine große Körperfaszie bilden. Bewegungseinschränkungen und Fehlfunktionen können sich aus Sicht der Osteopathie über die Faszien verbreiten und sich an einem anderen Ort des Körpers durch Beschwerden zeigen.

Die Osteopathie basiert auf drei Teilbereichen:

  • Parietale Osteopathie

Die parietale Osteopathie basiert auf dem Aufspüren und der Behandlung von Beschwerden und Veränderungen im Bereich des Muskel-Skelett-Systems, dem Stütz- und Bewegungssystem des Menschen. Sie geht zurück auf den Begründer der Osteopathie, den Arzt Andrew Taylor Still. Er fand heraus, dass es eine Möglichkeit gibt, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken indem Gelenkblockaden, vor allem an der Wirbelsäule, aufgelöst werden. Hier finden Sie weitere Informationen zur parietalen Osteopathie: Parietale Osteopathie

  • Viszerale Osteopathie

Die viszerale Osteopathie befasst sich mit der Behandlung innerer Organe und eventuell bestehenden Einschränkungen in deren Beweglichkeit und Rhythmik im Bauch- und Brustraum. Ihr Ziel ist es, die Balance zwischen den inneren Organen, dem Muskelsystem und dem Skelett herzustellen. Hier gibt es weitere Informationen zur viszeralen Osteopathie: Viszerale Osteopathie

  • Craniosacrale Osteopathie

Die craniosacrale Osteopathie, basierend auf den Erkenntnissen von Dr. William Garner Sutherland, versucht auf den Fluss der Flüssigkeitssysteme im Schädel (Liquor / Hirnwasser) und weiter über die Wirbelsäule, bis hin zum Kreuzbein (dem craniosacralen System) Einfluss zu nehmen. Die craniosacrale Osteopathie hat zum Ziel, die Funktion des physiologischen Systems zu normalisieren. Hier finden Sie Wissenswertes zum Thema: Craniosacrale Osteopathie

Eine Weiterführung der craniosacralen Osteopathie ist die biodynamische Osteopahie. Sie ist noch sanfter und sensibler als die klassische Osteopathie und beruht auf der Annahme der Existenz innerer Kräfte des Lebens. Der amerikanische Osteopath Jim Jealous ist der Begründer der biodynamischen Osteopathie.

Martina Merländer | Ihre Osteopathin in Berlin-Charlottenburg.Die Osteopathin Martina Merländer in Berlin ist zertifiziert von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Osteopathie und Mitglied im Verband der Osteopathen Deutschland.

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